VO_Kreuzkirche_Dresden

Direkt am Altmarkt, im Zentrum von Dresden steht die Kreuzkirche, die evangelische Hauptkirche der Stadt. Schon im Jahr 1230 befand sich an dieser Stelle eine Kapelle mit dem Namen Skt. Niclas. Durch einen Splitter vom Kreuz Christi, den die Gemahlin Heinrichs des Erlauchten 1234 mit nach Dresden brachte und der Niklaskapelle schenkte, erhielt die Kapelle den Namen zum heiligen Kreuz.


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Dieser Kirchenschatz wurde noch durch ein hölzernes Kruzifix, welches stehend auf der Elbe nach Dresden  geschwommen kam, erweitert. Zu diesen beiden Heiligtümern gesellte sich im Laufe der Zeit noch der „schwarze Herrgott“, ein vom Ruß der Kerzen verräuchertes Christusbild. Daraufhin kamen sehr viele Wallfahrer zu dieser Kapelle, die sich angesichts der vielen Menschen bald als zu klein erwies. Im Jahre 1270 bekam die Kapelle dann einen Anbau. Die Gasse erhielt den Namen Kreuzgasse und der Brunnen an der Kirche wurde Kreuzborn genannt. Ende des 13. Jahrhunderts wurde die Kreuzkapelle zum ersten Mal als Kirche eingerichtet. Am 15. Juni 1491 brannte die Kirche bei einem Stadtbrand völlig nieder. Am 20. November 1499 wurde die neue Kreuzkirche von Bischof Johann VI. von Meißen Feierlich eingeweiht. Der Bau war in gotischem Stil ausgeführt. Die Länge betrug 109, die Breite 52 und die Höhe 34 Ellen. 1543 baute man eine steinerne Emporkirche, 1643 eine aus Holz über der ersten. Die Kirche bekam einen Altar aus weißem Sandstein, Marmor, Achat und Jaspis, später eine steinerne Kanzel und einen Taufstein. 1669 schlug der Blitz in die Kirche ein und sie brannte nieder. Die Hitze war so groß bei dem Brand das sogar die 5 Glocken (die größte wog 8,5 t) schmolzen.

1673 war die Kirche wieder aufgebaut und wurde am 19.07.1760 durch das preußische Bombardement im 7 jährigen Krieg total zerstört. Noch während der Belagerung Dresdens durch die Preußen wurde am 16.07.1764 der Grundstein der heutigen Kreuzkirche gelegt. Dabei fand man eine alte Gruft mit 5 Zinnsärgen. In einem davon befand sich der einbalsamierte Leichnam von Albrecht Herzog von Schleswig-Holstein, welcher am 20.04.1613 in Dresden gestorben ist. Er war bekleidet mit einem kurzen schwarzen Wams mit vielen kleinen Knöpfen, großen unten mit Bandschleifen zugebundenen Pluderhosen, starken ledernen Stiefeln mit eisernen Sporen und einem schwarzen Kastorhut mit schmalem Rand und war mit goldenen Ketten, Ringen, Gnadenzeichen und Juwelen geschmückt.

Der Wiederaufbau wurde am 11. November 1788 durch das Aufsetzen des goldenen Knopfes und des Kreuzes vollendet. Die Glocken erklangen das erste Mal aber schon am 23.12.1787 um 10 Uhr früh zur Begrüßung der Geburtsstunde des Kurfürsten Friedrich August.


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1945 bei der Bombardierung Dresdens brannte die Kirche völlig aus und wurde nach dem Krieg provisorisch wieder instand gesetzt und 1955 wieder eingeweiht. Sie ist seit fast 800 Jahren Heimstätte des Dresdner Kreuzchores. Mit 3000 Plätzen ist die Kreuzkirche die größte Kirche der Landeshauptstadt Dresden. Sie hat eine Höhe von 92 Meter bis zum Kreuz.

Ganz in der Nähe der Kreuzkirche Dresden finden Sie:
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Kupferstich-Kabinett Dresden
Frauenkirche Dresden

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