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Dresden Region

Dorfkirche Reinhardtsgrimma mit Silbermannorgel

Die Dorfkirche Reinhardtsgrimma beherbergt einen ganz besonders wertvollen Schatz, eine echte Silbermannorgel.

Die Silbermannorgel in der Dorfkirche Reinhardtsgrimma zählt zu den schönsten ihrer Zeit. Erbaut wurde sie als das 21. Kunstwerk vom „Churfürstlich Sächsischen und Königlich Polnischen Hof- und Landorgelmacher“ aus Freiberg Gottfried Silbermann (1683-1753) Beim Bau der Silbermannorgel unterstützten ihn sein Neffe Johann Georg Silbermann und der Geselle Johann Georg Schön. Im Oktober 1725 untersuchte Gottfried Silbermann auf Wunsch der verwitweten Kammerherrin auf Reinhardtsgrimma, Frau Christiane Eleonore von Trettau geb. von Berbisdorf, das alte „ziemlich große Orgelwerk“, welches von der Gemeinde „allzuweit entfernet“ an wenig auffallender Stelle im Chor stand und noch die kurze Oktave hatte. Silbermann stellte fest, dass es „zu keiner Reparatur tauglich“ ist und schlägt in seinem Gutachten vom 17. Oktober 1725 eine Disposition für die neue, nur wenig größere zweimanualige Orgel vor. Der Meister erhielt für den Bau der Silbermannorgel in der Dorfkirche Reinhardtsgrimma 800 Taler, eine Summe, die dem Jahresgehalt eines gehobenen mittleren Beamten entsprach. Am 6. Januar 1731 konnte die Silbermannorgel in  der Dorfkirche Reinhardtsgrimma durch den Dresdner Kreuzkirchenorganisten, Emanuel Behnisch, geweiht werden.


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Der Dresdner Kreuzorganist Herbert Collum rief sogar die Collumkonzerte ins Leben, so viel Gefallen fand er am Klang dieser Silbermannorgel in der Dorfkirche Reinhardtsgrimma

Der blinde Musikprofessor Helmut Walcha, urteilte nach einer Studienfahrt durch Sachsen: „Den stärksten Eindruck auf meiner Reise erhielt ich aber durch die Bekanntschaft mit einer Silbermannorgel in der Dorfkirche Reinhardtsgrimma. Dieses mir bisher unbekannte zweimanualige Werk Silbermanns gehört zu den schönsten Orgeln, die ich kenne. Der Klang dieser, geradezu bezaubernd schönen Orgel ist eigentlich unbeschreiblich“.


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Überholungen 1852 durch Stoeckel aus Dippoldiswalde und 1940 durch Gebr. Jehmlich, Dresden sowie Ausbesserungen gegen die Zeitschäden haben die Silbermannorgel in der Dorfkirche Reinhardtsgrimma bis in die heutige Zeit erhalten können. Die letzte größere Restaurierung der Silbermannorgel in der Dorfkirche Reinhardtsgrimma erfolgte 1997 durch den Dresdner Orgelbauer Kristian Wegscheider. Viele kleine Veränderungen, die im Laufe der Jahre den Klang der  Silbermannorgel in der Dorfkirche Reinhardtsgrimmabeeinflussten, wurden korrigiert und in den ursprünglichen Zustand gebracht.

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